Design und Development – Hand in Hand durch Layouts und Codes

29. Juni 2016 - 12:34
Designer und Programmierer – das interdisziplinäre Team bei der Entwicklung von Responsive Design

Der eine kann ohne den anderen nicht und doch würden sie manchmal lieber alleine? Der Webdesigner-Programmierer-Beziehung wird auch in vernetzten Zeiten agilen Arbeitens immer noch eine erschwerte Zusammenarbeit nachgesagt. Vor allem steht die Andersartigkeit einer bugfreien Umgebung im Wege: Nähert sich der Programmierer einem Problem mit technisch-funktionalem Verständnis, so orientiert sich der Interface Designer an den Bedürfnissen der Oberflächennutzer. Technik versus Grafik. Code versus Pixel.

Jedoch: Die Tatsache, dass moderne Webseiten im Responsive Design zur Verfügung stehen sollten, erfordert eine enge Zusammenarbeit beider Disziplinen. Technische Entwicklung und Design einer Seite greifen ineinander über und erst im Prozess findet sich das Optimum der zu entwickelnden Internetpräsenz. Die Basis für erfolgreiche Teamarbeit liefern eine Handvoll Standards, die erfüllt werden sollten.

Bei LOOM gehören zu diesen Maßnahmen zum Beispiel das gemeinsame Arbeiten an großen Tischinseln im Open-Space-Office mit kurzen Kommunikationswegen – absolute Anpassung an die krasse Dynamik der digitalen Welt. Dem intensiven Austausch kann sich hier keiner entziehen. Menschen sollen sich verbinden: Alle anwesenden Designer-Developer-Pärchen finden aufgeweckt und aufgeschlossen neue Lösungen, erschließen rasch neue Themenfelder, nähern sich interdisziplinär ihrem Projekt. Das Projektmanagementtool dient als webbasierte Verlängerung der verbalen Kommunikation. D und D kennen sich aus: mit der Thematik des anderen. Die Zusammenarbeit beruht auf gegenseitigem Verständnis für die Herangehensweise des anderen. Der Designer versteht die Technologie dahinter, ihm sind die Möglichkeiten des Machbaren präsent. Dem Developer ist – mittlerweile – glasklar, warum der Abstand zwischen den Teaserboxen 20 Pixel größer und der Call-to-Action-Button präsenter sein muss.

Die unverzichtbare Grundlage dafür ist der Wissensaustausch, der regelmäßig stattfindet. Und die Bereitschaft dazu. Die morgendlichen Projektteammeetings unterstützen den lückenlosen Informationsstand aller Beteiligten. Fazit: Der Qualitätsanspruch des digitalen Endproduktes ist klar definiert. Fruchtbringend sind zudem die flachen Hierarchien sowie das gegenseitige konstruktive Kritisieren und Feedbackgeben. Die Energie einer Kritik wird in Motivation umgewandelt, jede Herausforderung trägt eine neue Lösung in sich und die Erfahrungen fließen in die (Folge-)Projekte. Die gleichbleibenden Projektteams (und langjährigen Mitarbeiter) tragen zur Kontinuität bei.

Design und Development arbeiten hier seit Jahren vertraut zusammen und treiben sich an, mit dem unterschiedlichen Blick auf die Dinge. Beide trinken ihren Kaffee – für Designer die “Quelle der Energie”, für unseren Programmierer Alex “the greatest addiction ever” – aus dem gleichen Becher eines schwedischen Herstellers, beide sind Teil des Teams und beide zeichnen sich dafür verantwortlich, dass ein Internetauftritt die technischen und gestalterischen Anforderungen des Responsive Design erfüllt.

Silja Salih

Strategy & Communication